Der Kunde
Avigilon, ein Unternehmen von Motorola Solutions, bietet ein umfassendes Portfolio an On‑Premise‑ und Cloud‑basierten physischen Sicherheitstechnologien, das Video, Zutrittssteuerung, Sensorik und weitere Komponenten miteinander verbindet – für über 100.000 Organisationen weltweit. Als offen und interoperabel konzipiert, integriert eines seiner Kernprodukte, Avigilon Unity Video, eine leistungsstarke, On‑Premise‑Video‑Management‑Software, führende Drittanbieter‑Systeme der physischen Zutrittssteuerung. Dazu zählen Lenel OnGuard, Software House C•CURE 9000, Gallagher Command Centre und AMAG Symmetry, um einheitliche Sicherheits‑Workflows über unterschiedlichste Kundenumgebungen hinweg bereitzustellen.
Projekthintergrund
- Nicht mehr mit den Partner‑Plattformversionen synchronisiert,
- Uneinheitlich und unvollständig dokumentiert,
- Abhängig von Kern‑Produktentwicklern, die gleichzeitig breitere Produktprioritäten ausbalancieren mussten, wodurch nur begrenzt Zeit für eine tiefgehende Wissensweitergabe zu den Integrationen blieb.
Um diese kritische Ebene zu schützen, ohne die Kern‑Roadmap des Produkts zu verlangsamen, beauftragte der Kunde CoreWillSoft damit, die Integrationen zu stabilisieren, fehlendes Wissen zu rekonstruieren und einen vorhersagbaren Lifecycle für laufende Lieferung und Zertifizierung aufzubauen.
Ihr Ökosystem wächst rasant. Ist Ihre Integration bereit dafür?
Das Integrationsportfolio
CoreWillSoft unterstützt vier zentrale Integrationen, die das Wachstum der Unity Video im Markt für Video‑ & Alarmmanagement entscheidend stärken.
LenelS2 OnGuard – Video & Alarm Gateway Integration
Ermöglicht es Anwendern, Unity Video Funktionen direkt in der OnGuard‑Oberfläche zu nutzen. Benutzer können Live‑ und aufgezeichnetes Video sowie Ereignisse anzeigen, Video exportieren und PTZ‑Geräte über die OnGuard‑Software steuern.
Gallagher Command Centre Integration
Leitet Unity Video Alarme in Gallagher ein und ermöglicht es Operatoren, Live‑ und Wiedergabe‑Video zu öffnen sowie PTZ direkt aus dem Gallagher‑Workflow zu steuern – bei enger RBAC (rollenbasierte Zugriffskontrolle)‑Abstimmung und einem konsistenten Incident‑Status in beiden Systemen.
AMAG Symmetry™ Integration
Verknüpft die Symmetry‑Alarmüberwachung mit der Unity Video Verifikation, normalisiert die Acknowledgement‑Semantik zwischen beiden Systemen und gewährleistet eine sichere Konnektivität (TLS/Zertifikate) über unterschiedliche, standortspezifische Symmetry‑Deployments hinweg.
Software House C•CURE® 9000 Video & Alarm Integrationen
Leitet durch C•CURE ausgelöste Ereignisse in die Unity Video zur Aufzeichnung/Überwachung weiter und stellt VMS‑Funktionen (Live, Wiedergabe, PTZ, Export) innerhalb der C•CURE‑Benutzeroberfläche bereit, basierend auf stabilem Auth‑/Session‑Handling und einem gegenüber Lastspitzen widerstandsfähigen Event‑Processing.
Die Herausforderung
Integrationen markt‑ und zertifizierungsbereit halten
Da die Anbieter mindestens einmal jährlich neue Versionen auslieferten, mussten die Integrationen der Unity Video des Kunden mit diesen Releasezyklen Schritt halten. Auch die Zertifizierung wurde schwieriger, weil sich die Versionsmatrix ständig erweiterte und nicht jede Kombination vollständig abgedeckt war. Darüber hinaus sieht jedes Kundensystem anders aus, sodass das Ziel einfach war: die Integrationen über all jene Konstellationen hinweg vorhersehbar zu halten, die die Kunden tatsächlich im Einsatz haben.
Konsistentes Alarm‑ und Event‑Verhalten unter realen Bedingungen
Anbieter behandeln Alarme und Ereigniszustände auf unterschiedliche Weise, und Wiederverbindungen, Failovers oder hohe Auslastung können komplexe Grenzfälle offenlegen – wie doppelte Alarme, verpasste Ereignisse oder nicht übereinstimmende Status. Daher mussten die Integrationen die Lebenszyklen normalisieren und auch während Wiederholversuchen, Neustarts und Lastspitzen funktionsfähig bleiben. Genau das gibt Operatoren Vertrauen, schützt die Service‑Zuverlässigkeit und unterstützt die langfristige Akzeptanz.
Kritisches Wissen wiederherstellen und gleichzeitig Vertrieb unterstützen
Das Team musste außerdem die technische Dokumentation aktualisieren und erweitern sowie zentrale Integrationsverhalten anhand realer Kundensetups verifizieren, um konsistente Ergebnisse über verschiedene Umgebungen hinweg sicherzustellen. Dafür war es notwendig, institutionelles Wissen festzuhalten, Grenzfälle zu dokumentieren und das Verhalten im Feld mit dem abzugleichen, was interne Teams zuverlässig unterstützen konnten. Parallel dazu priorisierte Avigilon verkaufsentscheidende funktionale Verbesserungen, um wettbewerbsfähige Ausschreibungen und Enterprise‑Evaluierungen zu unterstützen.
Der Lösungsansatz
Stabilisierung und Wissensrekonstruktion
CoreWillSoft begann mit einer strukturierten Übergabe und einer Rekonstruktion der Anforderungen realer Deployments, um korrektes Integrationsverhalten wiederherzustellen. Dies umfasste die Dokumentation von Grenzfällen und deren Abgleich mit den Partner‑Prüfkriterien, die Angleichung an aktuelle Partner‑APIs, die Normalisierung des Alarm‑/Ereignishandlings und die Wiederherstellung einer stabilen Basis für die weitere Arbeit.
Multivendor Device Labor
Um das Verhalten über verschiedene Versionen und Konfigurationen hinweg vorhersehbar und reproduzierbar zu machen, baute CoreWillSoft ein Cloud‑basiertes Device Lab mit mehreren Partner‑Versionen auf, einschließlich Peripheriegeräten wie Controllern, Lesern und Kameras vor Ort sowie zertifizierungsbereiten Konstellationen. Automatisierte Resets und Environment‑Rekonstruktion ermöglichten eine schnelle Reproduktion von Problemen, kontinuierliche Regressionstests und eine wiederholbare Zertifizierungsvorbereitung.
Planbarer Upgrade‑ und Delivery‑Zyklus
Jede Iteration folgt einem vorhersehbaren Zyklus: Abgleich mit Partner‑Releases, Lieferung priorisierter Funktionen und Behebung von im Feld gemeldeten Problemen mit minimaler Beeinträchtigung bestehender Installationen. Die Lieferung wird mit den Prioritäten des Produktmanagements von Avigilon abgestimmt, um echte Kundenanforderungen und Roadmap‑Ziele zu unterstützen.
Zertifizierungsvorbereitung und Durchführung
Vor jeder Integrationsveröffentlichung macht das CoreWillSoft‑Team sie zertifizierungsbereit: Aktualisierung der Dokumentation, Paketierung aller Deliverables im vom Drittanbieter vorgeschriebenen Format und Durchführung vollständiger Regressionstests. Je nach Partner erfolgt die Zertifizierung entweder durch Selbstzertifizierung oder durch beaufsichtigte Tests im Partnerlabor. Jeder Zyklus führt zu einer bestätigten Baseline, die Avigilon zuverlässig unterstützt.
Lifecycle‑Ownership und Eskalationsmanagement
Nach der Stabilisierung übernahm CoreWillSoft das Lifecycle‑Ownership: Versionsabgleich, Regression Coverage (einschließlich Reconnect‑/Lastszenarien), Zertifizierungsunterstützung und die Behandlung von Eskalationen in letzter Instanz. Bei komplexen Fällen reproduziert das Team die Szenarien, sofern möglich, führt Root‑Cause‑Analysen durch und liefert Fixes mit klarer technischer Kommunikation.
Integrationsverbesserungen zur Vertriebsunterstützung
Parallel zur Wartung liefert CoreWillSoft auch gezielte Verbesserungen, die bei Enterprise‑Evaluierungen und wettbewerbsorientierten Ausschreibungen (RFPs) helfen. Damit wird der Integrationsstrang im Laufe der Zeit immer stabiler, während der Kunde weiterhin die kundenorientierten Funktionen bereitstellt, die Adoption und Wachstum fördern.
Starke Produkte verlangen starke Interoperabilität!
Technologische- und Prozess-Innovationen
Device‑Lab und automatisierte Versionsmatrix für reproduzierbare Tests über verschiedene Versionen und Topologien hinweg.
Rekonstruktion von Anforderungen basierend auf Quellcode, fragmentiertem Wissen und der Analyse von Drittsystemen.
Vorhersagbares Release‑ und Partnerzertifizierungs‑ Design sowie dessen Implementierung.
Vertriebsgetriebene Funktionen wie:
- Alarm‑Round‑Trip (C•CURE)
- Bidirektionale Alarmbestätigung (Gallagher)
- Failover (OnGuard)
Das Ergebnis
Mit der Unterstützung von CoreWillSoft über mehr als 3 Jahre konnte Avigilon:
- Betreibt ein stabiles, wartbares und aktuelles Integrationsportfolio für Avigilon Unity über führende Systeme der Zutrittssteuerung (PACS) hinweg, was zuverlässige Interoperabilität in komplexen Enterprise‑Umgebungen ermöglicht.
- Führt vorhersagbare Zertifizierungszyklen mit jedem Vendor‑Release durch, unterstützt durch vollständiges Lifecycle‑Engineering‑ Ownership.
- Löst etwa 2 bis 4 komplexe Enterprise‑ Integrationseskalationen pro Monat durch technischen Support in letzter Instanz und schützt so den Betrieb der Kunden in anspruchsvollen Einsatzsituationen.
- Liefert neue Interoperabilitätsfunktionen, die integrationsgetriebene Projekte unterstützen und die Position von Avigilon in wettbewerbsintensiven Enterprise‑Ausschreibungen stärken.